Schlafapnoetherapie: Ausgeruht dank Schlaftherapie

Peter Harry Carstensen litt unter Schlafapnoe. Durch eine Schlafapnoetherapie konnte ihm geholfen werden.
Peter Harry Carstensen litt unter Schlafapnoe. Durch eine Schlafapnoetherapie konnte ihm geholfen werden.

So hilft die Schlafapnoetherapie: Peter Harry Carstensen, ehemaliger Ministerpräsident Schleswig- Holsteins, hatte Glück im Unglück. Als er vor 15 Jahren wegen einer Erkrankung in der Charité versorgt werden musste, erwähnte er scherzhaft gegenüber der Krankenschwester, es sei ein Glück, dass er alleine im Zimmer untergebracht sei, denn so würde er keinen weiteren Patienten durch sein Schnarchen stören.

Die Krankenschwester schaltete sofort  und meinte, da sei denn wohl wahrscheinlich eine Ursache für den hohen Blutdruck gefunden. Carstensen kam ins Schlaflabor, Schlafapnoe wurde diagnostiziert, und seitdem gewährleistet eine Schlafmaske nicht nur seine nächtliche Bettruhe.

„Ich kann nachts durchschlafen. Der Schlaf ist von so guter Qualität, dass ich mit einer Stunde weniger als vorher auskomme und trotzdem top ausgeruht bin. Und dann gibt es noch einen ganz wichtigen, fast unbezahlbaren Vorteil: Auch eine weitere Person schläft besser – denn nun wird meine Frau nicht mehr durch mein Schnarchen gestört.”

Schlafapnoe: Ein oft unentdecktes Leiden

Viele Menschen leiden an Schlafapnoe, ohne es zu wissen. Dabei ist es wichtig, einige der weit verbreiteten Symptome (wie das Schnarchen) zu erkennen und herauszufinden, warum die Betroffenen sich möglicherweise so müde fühlen. Es wird allgemein zwischen zwei Formen von Schlafapnoe unterschieden: die„obstruktive“ und die „zentrale“ Schlafapnoe. Letztere ist sehr viel seltener, sie tritt auf, wenn das Gehirn aufhört, während des Schlafs Signale an die Atemmuskulatur zu senden. Bei einer obstruktiven Schlafapnoe entspannen sich die Rachenmuskeln während des Schlafs und blockieren die oberen Luftwege – die Folge sind Schnarchen und Schnauben.

CPAP-Therapie

Bei Ein- und Durchschlafstörungen sollte der erste Weg in ein Schlaflabor führen. Nach der Entlassung ist eine Schlafapnoeherapie dann erfolgsversprechend, wenn die Patientin oder der Patient eng betreut wird. Und zwar einerseits durch Ärztinnen und Ärzte, andererseits aber auch durch nicht-ärztliche Leistungserbringer wie Homecare-Unternehmen. Diese versorgen Betroffene mit Therapiegeräten, passen Masken sowie notwendiges Zubehör an. Patientinnen und Patienten benötigen Antworten auf alle Fragen rund um die Therapie. Die enge Zusammenarbeit von Medizinerinnen und Medizinern und dem Fachpersonal der nicht ärztlichen Leistungserbringer ist von zentraler Bedeutung für den Therapieerfolg.